Klima & Natur Andalusien
Das Klima in Andalusien ist der touristische Hauptanziehungspunkt bei Reisen nach Andalusien. Das ganze Jahr über herrscht ein angenehm mildes Klima, mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 18 Grad. Im Sommer steigen die Temperaturen auf mindestens 14 Grad bis maximal 36 Grad. Im Winter Liegen die Temperaturen bei mindestens 1 Grad und höchstens 18 Grad.
Dabei gibt es regionale Unterschiede, bei denn die Temperaturen sehr schwanken. So sind in dem Gebiet Granada um die Sierra Nevada die Temperatur immer etwas extremer. Im Winter fallen die Temperaturen auf ein Grad, aufgrund der Höhe. Im Sommer ist es bei maximal 34 Grad heißer als in den Küstenregionen. Da das Landesinnere sich schneller aufwärmt und das Meer an den Küsten abkühlt. Trotzdem ist die beste Reisezeit für Andalusien im März bis Juni und im September bis November.
Im Sommer sind extreme Trockenzeiten und im Winter ist es recht kühl zum Baden. So ist die empfohlene Reisezeit nach Andalusien auch für Reisen im Inland perfekt. Im Hochsommer können die Temperaturen öfter auf unangenehme 40 Grad steigen. Wer trotz kühlere Temperaturen von etwa 15 Grad trotzdem an die Küste fahren will, warum nicht, da es in Andalusien theoretisch niemals regnet. Der regenreichste Ort in Andalusien ist die Sierra de Grazalema. Hier fallen jährlich etwa 4.346mm. Gleichzeitig befindet sich in Andalusien auch der trockenste Ort bzw. Region in ganz Europa. Der Cabo de Gato hat mit 117mm im Jahr die geringste Niederschlagsmessungen ergeben.
Die Wahrscheinlichkeit für Regen ist in den Wintermonaten an der Atlantikküste am höchsten, jedoch nicht vergleichbar mit Norddeutschland. Es gibt aber nicht nur Temperaturunterschiede im Innenland und der Küste, sondern auch im Westen und Osten.
Da im Westen der Atlantik an Andalusien grenzt und im Osten das Mittelmeer, ist es grundsätzlich im Osten fast immer zehn Grad wärmer als im Westen. Der große Atlantik bringt die kalten Wassertemperaturen mit. Im Mittelmeer kann sich das Wasser aufgrund kleinerer Fläche viel schneller erwärmen und Wärme speichern.
Die Wetterrekorde in Andalusien sind einmalig. Die höchste Temperatur die jemals gemessen wurde, liegt bei 47 Grad in Sevilla, dies war am 06. August 1946. Die Kälteste Temperatur war während einer Kältewelle im Januar 2005. Dort herrschten – 21 Grad in Santiago de la Espada.
Andalusien besitzt eine vielseitige und atemberaubende Natur. Nicht nur die großen Naturschutzparks Donana und die Sierra Nevada beeindrucken durch Ihre Flora und Fauna, sondern auch die anderen 23 Naturschutzgebiete in der Region Andalusien. Dieses große Menge an geschützten Gebieten macht Andalusien zu der spanischen Region mit den meisten geschützten Flächen.
Die Flora Andalusiens ist durch das gebirgige Land und das mediterrane Klima sehr vielfältig. In den mittleren Höhenlagen der Region Andalusien ist überwiegend Weideland für Zuchttiere zu finden. Auch riesige Olivenplantagen und Felder mit gemischten Baumarten, Gräsern und Kräutern finden Sie dort. Das Klima sorgt dort für eine saftige Flora. In den höheren Gebieten der Bergregionen, wie der Sierra Nevada, ist die typische durch das mediterrane Klima beeinflusse Flora zu finden. Mittelhohe Bäume und Sträucher, wie z.B. Kork- und Steineichen und Mastixsträucher und Stechwachholder. Für die andalusische Küche sind dort viele Kräutergewächse zu finden, wie Rosmarin, Thymian und viele Heidegewächse. Die aromatischen Kräuter wachsen hier besonders gut.
In den Städten und Kleinstädten dominieren die Zierpflanzen, Bitterorangen – und Zitronenbäume das Bild. In Gärten und Straßen werden diese Pflanze gerne angebaut. Aber auch viele Palmen, Zypressen, Palisaden und Feigenbäume werden Ihnen häufig begegnen.
In den sehr hohen Berggebieten wachsen die landestypischen Pinien und Kiefernbäume. Diese sind auch in den Küstenregionen Andalusiens wieder zu finden. Eine besondere Baumart stellt die spanische Tanne dar, sie ist nur noch in einigen Naturparks in Andalusien zu finden. In den tieferen Regionen in Spanien, wie den Flusstälern wachsen vor allem Laubbäume, wie Esche, Weide und Pappel und viel Schilf- und Rohrgewächse.
Auch einige ausgezeichnete Naturlandschaften hat Andalusien vorzuweisen. So etwa sehr bizarre Felsformationen, die es sich lohnt anzuschauen, wie der Torcal von Antequera bei Malaga oder die Wüstenregion bei Almeria, Tabernas.
Wenn man an die Tierwelt in Andalusien denkt, stößt man auf das elegante und sehr beliebte andalusische Pferd. Die spanisch, arabische Rasse kommt aus der Region Jerez de la Frontera und wird dort viel gezüchtet. Auch die Kampfstiere für die Stierkämpfe an den Feiertagen und das iberische Schwein werden mit größte Mühe in Andalusien auf den Weideländern gezüchtet.
Doch Andalusien besitzt nicht nur gezüchtete Tiere, sondern auch eine sehr seltene und oftmals vom aussterben bedrohte Tierwelt. So lassen sich die Mönchsrobbe und die Weißkopfente gerne in dem großen Naturpark Donana nieder. Dort werden Sie mit großer Sorgfalt geschützt. Auch der iberische Kaiseradler und die Manguste sind vom Aussterben bedroht und in Donana zu finden. Dagegen sind Wildschweine, Damwild, Bergziegen, Mufflon und eine Vielzahl an Greifvögel in den Wäldern und Gebirgen anzutreffen. Dort haben Sie ihre Nist- und Brutplätze. Die vielen Vogelarten bevorzugen die Plätze in den Feuchtgebieten, so auch der rosa Flamingo. Er ist vor allem in den Lagune bei Fuente de Piedra bei Málaga, in Donana und im Marschland bei Odiel beheimatet. Die Reptilien haben sich die Trockenregionen zur Heimat gemacht, Skorpione, ungefährliche Schlangen und Echsen und Molche leben dort und in vielen Mauerritzen in den Orten.
